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Aufforstung

Direkthilfe Burkina Faso / Aufforstung

Aufforstung vorantreiben

 

Neben dem Schulbau unterstützt der Verein auch verschiedene Aufforstungsprojekte. Das stärkt die Landwirtschaft, schafft Arbeitsplätze in den ländlichen Gebieten und wirkt dem Klimawandel entgegen.

Aufforstungsprojekte

An den Schulen gibt es Baumpflanzungsprojekte mit einer Aufforstungsfläche von ca. 3,5 ha. Fast jede Schule hat ihren eigenen Schulgarten angelegt. Den Kindern ist die Freude anzusehen, wenn sie ihr eigenes Gemüse „ernten“ können. Jedes der Kinder übernimmt eine Baumpatenschaft. Damit lernen die Kinder Verantwortung zu tragen und sie erleben wie schön es ist, wenn die Pflanzen, die sie selbst gesät haben, wachsen und gedeihen. Die Kinder bekommen dafür ein kleines Taschengeld (ca. 10 € im Jahr).

Beitrag gegen den Klimawandel

Der Kampf gegen den Klimawandel ist für Burkina Faso von substanzieller Bedeutung, da das Land besonders anfällig für die Folgen extremer Wetterereignisse wie Dürre und Überschwemmungen ist.

Die Förderung erneuerbarer Energien, beispielsweise durch den Ausbau von Solar- und Windkraft, kann nicht nur die Energieversorgung sichern, sondern auch die Treibhausgasemissionen nachhaltig senken. Darüber hinaus tragen Aufforstungsprogramme und nachhaltige Landnutzung dazu bei, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme zu stärken.

Die Sensibilisierung der Bevölkerung für umweltfreundliche Praktiken und die Integration ökologischer Aspekte in Bildungsprogramme sind weitere wichtige Maßnahmen. Internationale Partnerschaften und der Zugang zu Klimafinanzierungen können Burkina Faso zusätzlich unterstützen, innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Damit leistet das Land einen wertvollen Beitrag zum globalen Klimaschutz und fördert gleichzeitig die eigene nachhaltige Entwicklung.

Mangobaumbepflanzung

In Yaleg-Tenga wurde eine gemeinschaftliche Pflanzaktion von Mangobäumen ins Leben gerufen, um die lokale Ernährungssicherheit zu stärken und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern. Zuallerst war natürlich die Umzäunung des Geländes wegen der Wildtiere und der frei laufenden Ziegen nötig.

Nach dem Setzen der Pflanzlöcher wurden die Setzlinge in reichlich Abstand gesetzt. 250 Jungbäume wurden aufgeforstet. Sie spenden Schatten für die Unterpflanzung des normalen Feldbaus und sollen bis in etwa 5 Jahren erste Früchte tragen. Zudem soll damit dem Absinken des Grundwasserspiegels entgegengewirkt werden.

So klappt es mit der Anpflanzung von Mangobaumsetzlingen:

  • Vorbereitung: Graben Sie ein Pflanzloch, das mindestens doppelt so breit und tief ist wie der Wurzelballen des Sämlings oder Jungbaums
  • Bodenverbesserung: Mischen Sie Kompost oder gut verrotteten Mist in die ausgehobene Erde, um die Nährstoffversorgung zu verbessern
  • Pflanzen: Setzen Sie den Baum vorsichtig in das Loch, so dass der Wurzelhals auf Bodenniveau bleibt. Füllen Sie das Loch mit Erde auf und drücken Sie sie leicht an
  • Abstand: Halten Sie mindestens 8-10 Meter Abstand zwischen mehreren Mangobäumen ein, damit sie sich optimal entwickeln können

Die Mangobaumbepflanzung und -pflege ist mit etwas Aufmerksamkeit und Geduld gut zu meistern. Mit dem richtigen Standort, einer sorgfältigen Pflanzung und kontinuierlicher Pflege entwickelt sich der Mangobaum zu einer prächtigen Pflanze, die Jahr für Jahr köstliche Früchte trägt.

 

Geeignete Gemüsesorten

Burkina Faso liegt in Westafrika und zeichnet sich durch ein überwiegend heißes, trockenes Klima mit einer ausgeprägten Trocken- und Regenzeit aus. Die Auswahl der Gemüsesorten sollte daher an die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse angepasst werden. Folgende Gemüsesorten eignen sich besonders gut für den Anbau in Burkina Faso:

  • Okra (Abelmoschus esculentus): Sehr beliebt und an Trockenheit angepasst, wächst gut bei hohen Temperaturen
  • Auberginen (Solanum melongena): Kommen gut mit Wärme und gelegentlichen Trockenperioden zurecht
  • Tomaten (Solanum lycopersicum): Besonders während der Regenzeit erfolgreich, benötigen aber Bewässerung in Trockenzeiten
  • Zwiebeln (Allium cepa): Werden häufig angebaut und sind relativ robust gegenüber Trockenheit
  • Spinat (Spinacia oleracea) und afrikanischer Spinat (z.B. Corchorus olitorius): Letzterer ist besonders an afrikanisches Klima angepasst
  • Karotten (Daucus carota): Können während der kühleren Monate angebaut werden
  • Kürbisgewächse (z.B. Kürbis, Melone, Gurke): Viele Sorten sind robust und gedeihen gut bei Wärme
  • Bohnen (z.B. Augenbohnen/Vigna unguiculata): Sehr widerstandsfähig gegen Trockenheit
  • Maniok (Cassava) und Süßkartoffeln: Werden in vielen Teilen Westafrikas als Gemüse und Grundnahrungsmittel angebaut

Die oben aufgeführten Gemüsesorten werden alle auf dem Gelände unserer Berufsschule in Koudougou angebaut und gepflegt. Es beteiligen sich nicht nur Schüler im Rahmen von Schulungen, sondern auch Nachbarn, die hier als Selbstversorger ihre Familien unterstützen.